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Unser Advents-Raglan KAL mit CraSy Sylvie 2. Teil

Deiser Beitrag ist bereits älter als 1 Jahr. Daher könnten manche Informationen veraltet sein.
Erschienen am 02.12.2016 in KnitAlong zum Thema: , , , geschrieben von JaWolle.


Der JaWolle Adventsblog (Türchen Nr. 2):

Heute hinter dem zweiten Türchen haben wir sogleich die erste Fortsetzung des CraSy Raglan KAL. Im zweiten Teil geht es nun an den Anschlag unseres Pullovers.


Du hast den Start verpasst? Kein Problem: Hier findest Du alle Infos und auch die passende Wolle
Hier findest Du diesen zweiten Teil als PDF zum leichteren Speichern und Ausdrucken und hier noch einmal alle einzelnen Teile.
Die komplette Anleitung mit allen Teilen kann ab dem 20.12.2016 hier als PDF heruntergeladen werden.



In der Playlist hier findest Du auch das passende Video dazu.


Du hast ja im letzten Teil Deine Maschenanzahl für Deinen Pullover ausgerechnet - bei mir waren es 16 Maschen auf 10cm und damit bei 60cm Halsausschnitt 96 Maschen.


Damit ergeben sich 32 Maschen für das Vorderteil, 32 Maschen für das Rückenteil und je 16 Maschen pro Ärmel.


Ein Raglan-Pullover hat 4 Raglan-Schrägen, die jeweils die Ärmel von Vordergrund Rückenteil trennen. Diese Raglan-Schrägen müssen mindestens eine Masche breit sein. Diese Masche kannst Du wahlweise von den Ärmeln wegnehmen oder von den Vorder- und Rückenteilen- Oder jeweils immer eine.


Ich persönlich mag es gern die Raglanschräge mit 2 Maschen zu machen, weil ich gern die liefergestochenen Zunahmen benutze. Du kannst aber auch mehr Maschen für Deine Raglan-Schräge nehmen und dort noch ein Muster, wie zum Beispiel einen Zopf oder auch ein Lochmuster.


Damit die CraSy Art des Ärmel abteilens funktioniert brauchst Du mindestens 2 Maschen für jede Raglanschräge. Ich habe bei meinem Pullover 4 Maschen benutzt. Benutze ich 2 Maschen für unsere Raglanschrägen heißt das also: 4 mal 2 Maschen für die Schrägen, Vorder- und Rückenteil damit dann jeweils 30 Maschen und die Ärmel jeweils 14 Maschen. Benutze ich 4 Maschen für die Raglanschrägen sieht die Aufteilung so aus: 4 mal 4 Maschen für die Schrägen, Vorder- und Rückenteil jeweils 28 Maschen und Ärmel jeweils 12 Maschen.


Der Anschlag:


Weil ein Halsausschnitt in der Regel tiefer ist als ein Rückenausschnitt schlagen wir auch nicht alle Maschen gleich an, sondern arbeiten den Halsausschnitt heraus. Damit das funktioniert brauchst Du alle Maschen Deiner Raglanschrägen, alle Maschen Deines Rückenteils, die Ärmelmaschen und rechts und links 2 Maschen des Vorderteils.
Anders ausgedrückt - Du brauchst alle Maschen des Halsausschnittes minus den Maschen des Vorderteils plus 4.


Das heißt für unser Beispiel - bei 2 Maschen für die Raglanschrägen: 96-30+4=70 -> 8 Maschen für die Raglanschrägen plus 30 für das Rückenteil plus 2x14 für die Ärmel plus 4 Maschen vom Vorderteil. = 70 Maschen


Mein Pullover mit 4 Maschen für die Raglanschrägen: 96-28+4= 72 Maschen -> 16 Maschen für die Raglanschrägen plus 28 Maschen für das Rückenteil plus 2x12 für die Ärmel plus 4 Maschen vom Vorderteil. = 72 Maschen


Diese Maschen, die Du so berechnet hast, schlägst Du also an. Stricke dann eine Rückreihe linker Maschen und hänge Dir dabei in die Mitte jeder Raglanschräge einen Maschenmarkierer ein.


Die Raglanschrägen und den Ausschnitt stricken:


Nun geht es an das eigentliche Stricken. Dabei strickst Du zunächst in Hin- und Rückreihen bis der Ausschnitt geschlossen wird. Hier mußt Du Dich nun entscheiden, ob Du einen Rundhals-Ausschnitt oder einen V-Ausschnitt haben möchtest.


Für den Rundhals-Ausschnitt: Nimm in den ersten 3-4 Hinreihen - je nach Dicke Deiner Wolle - für Deinen Ausschnitt nach der ersten und vor der letzten Masche eine Masche zu. In der 4. oder 5. Hinreihe schlägst Du dann die noch verbleibenden Maschen Deines Halsausschnittes auf. Das heißt für unser Beispiel mit 2 Maschen für die Raglanschrägen blieben 30 Maschen für den Halsausschnitt, davon haben wir 4 gleich am Beginn angeschlagen und bei 3 Zunahmen rechts und links = 6 zugenommene Maschen sind es 30-4-6= 20 Maschen, die noch aufgeschlagen werden. Benutze hier am besten die Methode des Aufstrickens. Ein Video dazu ist hier.


Gleichzeitig wird auch an den Raglanschrägen zugenommen, dazu aber erst nach den Ausschnitten.


Für den V-Ausschnitt Nimmst Du in jeder 2. Hinreihe - also alle 4 Reihen nach der ersten und vor der letzten Masche eine Masche zu und zwar so lange, bis Du im Vorderteil genau so viele Maschen hast, wie im Rückenteil, dann schließt Du zur Runde. Für den Ausschnitt mit dem Muster und der Überlappung mußt Du so lange zunehmen, bis das Vorderteil 8 Maschen weniger hat als das Rückenteil, die letzten 8 Maschen schlägst Du in der nächsten Hinreihe auf und schließt zur Runde.


Gleichzeitig dazu werden die Zunahmen an den Raglanschrägen wie folgt gearbeitet:


So lange Du in Reihen strickst arbeitest Du Deine Zunahmen an den Raglanschrägen immer in der Hinreihe, strickst Du in Runden, so strickst Du Deine Raglanzunahmen immer in jeder 2. Reihe.


Arbeite dafür bis 1 Maschen vor Deinem Marker (bei 2 Maschen breiten Raglanschrägen) nimm eine Masche zu, stricke die Masche rechts und links neben dem Markierer und nimm eine weitere Masche zu.


So nimmst Du in jeder Hinreihe bzw. in jeder 2. Runde jeweils 8 Maschen an den Raglanschrägen zu. Zusätzlich kommen dazu noch Deine Zunahmen am Ausschnitt, je nachdem, welche Variante du wählst.


Arbeite Deine Ausschnitt- Zunahmen und Deine Raglan-Zunahmen nun weiter. Für den Ausschnitt so lange, bis Du zur Runde schließt und die den Raglan so lange, bis er bis unter die Achseln geht. Das kannst Du ausmessen, indem Du von Deinem Halsausschnitt bis unter die Achsel mißt, diese Schräge muß dann so lang sein wie Deine Raglanschräge, damit der Pulli passt ein Video zum vermessen findest Du hier. Alternativ kannst Du auch ein langes Seil einziehen und den Pulli bisher einfach anprobieren. Eine dritte Methode wäre wieder der Taschenrechner - hier nimmst Du wieder Deine Maschenprobe her und misst Deinen Brustumfang. Nun mußt Du ausrechnen wieviele Maschen Du dafür brauchst. Ist Deine Maschenanzahl von Vorderteil plus Rückenteil OHNE Ärmel und Raglanschrägen, dann bist Du auch hier richtig.


Um einen besseren Sitz unter dem Arm zu garantieren arbeitest Du die letzten Raglanzunahmen in den letzten 6 Runden wie folgt: Am Ärmel nur in jeder 3. Runde zunehmen, am Körper dafür in jeder Runde zunehmen. Das heißt die Zunahmen, die Richtung der Ärmelmaschen zeigen werden verringert dafür werden die Zunahmen, die Richtung Körper zeigen verdoppelt. Das formt eine kleine Rundung unter dem Arm, was dazu führt, dass der Arm eine schönere Form hat und besser sitzt.


Bist Du hier angekommen, hast Du diesen Teil geschafft und bist bereit für den nächsten Teil, indem ich Dir zeige, wie Du die Ärmel still legst und den Körperteil weiter arbeitest.


Bitte respektieren Sie mein Urheberrecht. Keine Vervielfältigung, kein Verkauf, auch nicht mit diesem Muster hergestellter Strickstücke. Lizenzen zum Verkauf bekommen Sie gern auf Anfrage!


anschlag