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Was ist Baumwolle - eine kleine Materialkunde

Baumwolle, Englisch Cotton, ist eine pflanzliche Naturfaser, die zu etwa 91 Prozent aus Zellulose, die aus den Fruchtkapseln der Baumwollpflanze gewonnen wird, besteht.

Grundsätzlich sind bis zu 51 Arten bekannt, doch werden nur vier Kulturarten für den industriellen Anbau genutzt. Normalerweise sind diese Pflanzen mehrjährig, doch werden sie zugunsten günstiger Erntemethoden und eines höheren Ertrages nur einjährig verwendet.

Baumwollgarne finden Sie hier im Onlineshop von JaWolle in einer großen Farbvielfalt.

Woher stammt die Baumwolle

Ursprünglich wurde Baumwolle in Mexiko und Indien kultiviert. Seit dem 18. Jahrhundert sind auch Ägypten und USA wichtige Produzenten. Die Führung beim Baumwollanbau hat allerdings China inne. An zweiter Stelle steht Indien, darauf folgen USA, Pakistan und Brasilien. In Europa wird die Baumwolle teilweise industriell weiterverarbeitet. Baumwolle ist ein Malvengewächs und dies wird ein bis anderthalb Meter groß, in tropischen Regionen können die Baumwollpflanzen sogar die Höhe eines Baumes erreichen.

Unterschiedliche Arten der Baumwolle

Um die Qualität der Baumwolle zu überprüfen, können Sie die Faser zerreiben und eine Brennprobe durchführen. Die Baumwolle sollte mit einer hellen Flamme brennen, nach verbranntem Papier riechen und lose Flugasche erzeugen. Das Ende eines gerissenen Fadens sollte die Form einer Pinselspitze aufweisen. Die Qualität der Baumwollfaser ist zudem abhängig von der Faserlänge – je länger die Fasern, desto hochwertiger die Baumwolle. Mako- und Sea-Island-Baumwolle gelten als die hochwertigsten Baumwollarten.

Mako-Baumwolle

Mako-Baumwolle kommt traditionell aus Ägypten und besitzt lange feine Fasern. Nur Baumwolle aus Ägypten darf den Zusatz „Mako“ tragen.

Sea-Island-Baumwolle

Diese Baumwollart hat feine lange Fasern. Das Anbaugebiet ist Amerika.

Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle wird nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus produziert. Im Gegensatz zum konventionellen Baumwollanbau ist der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngemitteln verboten. Somit ist Bio-Baumwollgewebe ideal für nachhaltige Naturtextilien.

Allgemeine Pflegeempfehlung

Weiße Baumwollgarne sind aufgrund ihrer Kochfestigkeit hygienisch. Zusätzlich töten hohe Bügeltemperaturen die Bakterien ab und verbessern dadurch nochmals die hygienischen Eigenschaften. Baumwollgarne können grundsätzlich ohne Bedenken mit hohen Temperaturen gewaschen und gebügelt werden. Sie können ein herkömmliches Vollwaschmittel verwenden, für bunte Baumwollkleidung ein Colorwaschmittel. Beachten Sie zur Sicherheit jedoch in jedem Fall die Pflegehinweise auf der Banderole. Häufig werden niedrigere Temperaturen als 60°C Kochwäsche empfohlen, da Farben ausblassen können oder das Gestrick leicht schrumpfen kann.

Eigenschaften der Baumwolle

Baumwolle ist nicht nur ein angenehm weiches und leichtes Material, sie ist auch besonders robust, sehr reißfest, scheuerfest sowie unempfindlich gegenüber Säuren. Sie ist luftdurchlässig, wirkt nicht isolierend und gibt überschüssige Wärme nach außen ab. Baumwolle ist besonders saugfähig: Das Gewebe kann große Mengen an Flüssigkeit speichern, ohne sich nass anzufühlen. Aufgrund ihrer Feinheit ist die Baumwolle hautsympathisch, anschmiegsam mit einem angenehmen Griff. Baumwolle ist auch im nassen Zustand sehr reißfest und eignet sich daher gut für Bekleidung, die häufig gewaschen wird. Sie lässt sich gut färben und ist widerstandsfähig gegen Hitze und somit optimal für Topflappen. Baumwollgarnen können mit Hilfe eines bestimmten Verfahrens (merzerisieren) einen bleibenden Glanz verliehen werden.

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