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Merinowolle - Was die Super-Faser so beliebt macht - ein Gastbeitrag von Gerald Bacher

Erschienen am 02.10.2016 in Produktempfehlungen, "Ja" zur Wolle zum Thema: , , , geschrieben von JaWolle.


Um die Merinowolle ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entstanden. Jeder spricht von dieser besonderen Wolle Faser und jeder scheint sie zu tragen. Sogar große Modedesigner haben das Material schon für sich entdeckt und werben gerne damit, die Superwolle zu verarbeiten. Doch ist die Faser wirklich so toll, wie alle sagen? Was steckt wirklich dahinter? Hier erfährt ihr, was das Supergarn eigentlich kann und was ihr daraus stricken könnt.

Warum Merinowolle so gehypt wird

Um die erste Frage zu beantworten: Ja, Merinowolle ist wirklich so erstklassig, wie es gemeinhin behauptet wird. Nicht umsonst gehört das edle Garn zu den hochwertigsten Wollsorten der Welt. Die tollen Eigenschaften der Merinowolle machen die Faser zu einem echten Alleskönner:


  • Merinowolle ist besonders weich und kratzt nicht. Daher werden Kleidungsstücke aus Merinowolle in der Regel sogar von Babys gut vertragen.

  • Vor allem bei Pullovern eine unschlagbare Eigenschaft: Merinowolle nimmt kaum Gerüche an. Sogar nach einer langen Tragezeit werdet ihr kaum Schweißgeruch feststellen. Auch, wenn ihr mit dem Pullover in eine verrauchte Kneipe geht, kann das der Wolle nichts anhaben. Einfach ein bisschen an die frische Luft hängen und weg ist der Zigaretten-Gestank.

  • Genauso, wie Merino Wolle gegen Gerüche resistent ist, weist sie auch Schmutz einfach ab. Das macht Merinowolle sehr pflegeleicht.

  • Aufgrund der schweren Entflammbarkeit des Materials setzen auch viele Feuerwehrleute auf Schutzkleidung aus Merino.

  • Merinowolle wärmt im Winter und kühlt im Sommer – das macht sie zu einer atmungsaktiven Faser, die euch durchs ganze Jahr begleiten kann.

  • Merinowolle kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen und wärmt sogar, wenn sie nass ist.

  • Für einen solchen Alleskönner ist die Superwolle noch nicht mal besonders teuer. Meist schlägt ein Knäuel mit weniger als fünf Euro zu Buche.


Woher kommt die Merinowolle?

Das Merinoschaf stammt ursprünglich aus Nordafrika, mittlerweile wird jedoch die meiste Merinowolle in Australien und Neuseeland produziert. Auch in Deutschland werden Merinoschafe gezüchtet, allerdings für die Fleischindustrie. Ihre Wolle kann qualitativ nicht mit der der australischen Merinoschafe mithalten.

Bei Produkten, die außerhalb der Europäischen Union bezogen werden, ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht jedes Land misst dem Tierschutz denselben Wert bei wie wir. Besonders Merinoschafe werden häufig dem sogenannten Mulesing unterzogen, bei dem ihnen ein Teil der Haut am Hinterteil entfernt wird – ohne Betäubung. Dies ist für die Tiere genauso qualvoll, wie es sich anhört. Um Merinowolle auf der Haut besonders gut genießen zu können, solltet ihr daher alle Hersteller boykottieren, die sich nicht klar gegen Mulesing aussprechen!

Wer sich für Merinokleidung interessiert findet hier Marken, denen der Tierschutz am Herzen liegt.

Was lässt sich aus Merinowolle herstellen?

Doch nun genug zu den moralischen Aspekten. Viel mehr interessiert euch sicher, was ihr mit Merinowolle alles anfangen könnt. Zu Beginn sei gesagt, dass das Garn vor allem für die Herstellung von Sportkleidung verwendet wird: Funktionsunterwäsche, Sportsocken und sogar Outdoor-Kleidung werden aus der edlen Wolle produziert. Durch ihre besondere Strapazierfähigkeit ist die Merinowolle eine ideale Sportfaser, die Kunstfasern in fast jedem Punkt überlegen ist. Aber auch Modeschöpfer aus aller Welt haben die Merinowolle bereits für sich entdeckt und produzieren hochwertige Markenkleidung.

Und hier wird’s für euch interessant: Da es wahrscheinlich nicht euer primäres Ziel ist, Sportkleidung zu stricken, könnt ihr euch ansehen, was die großen Designer aus Merinowolle zaubern. Denn was die können, könnt ihr auch:

  • Bequeme, warme Pullover, die euch im Winter wärmen und im Sommer nicht den Hitzetod sterben lassen.

  • Weiche, atmungsaktive Socken, die Käsefüßen keine Chance geben.

  • Mützen, die nicht kratzen und euren Kopf trotzdem angenehm wärmen.

  • Schicke Schals, die euren Hals warmhalten und dazu noch jedes Outfit aufpeppen.

  • Armstulpen, die eure Unterarme warmhalten, ohne zu kratzen.


Eignet sich Merinowolle zum Stricken?

Ja, auf jeden Fall! Merinowolle gibt es in allen Farben und Stärken, die sich individuell verarbeiten lassen. Merinowolle eignet sich für vielerlei Strickprojekte, da sie so weich, elastisch, glatt und warm ist, dass sie direkt auf der Haut getragen werden kann, ohne zu reizen und zu kratzen, wie das bei anderen Wollsorten leider häufig der Fall ist. Auch Babykleidung könnt ihr aus Merinowolle bedenkenlos stricken, die zarte Babyhaut wird sich sicher über die weiche Kleidung freuen.

Merinowolle hält tatsächlich, was sie verspricht. Neben ihrer besonderen Flauschigkeit zeichnen die tolle Wärmeleistung, die Schmutz- und Geruchsresistenz und die schwere Entflammbarkeit die Superfaser aus. Somit ist die Wolle auch wunderbar für Babykleidung geeignet, aber auch Erwachsene werden ihre Freude an flauschiger, selbst gestrickter Merinokleidung haben. Ob ihr euch lieber an einem Schal versucht, oder euch gleich an einen Pullover wagt, bleibt euch überlassen. Eines haben jedoch alle Merino Kleidungsstücke gemeinsam: Ausziehen wollt ihr sie so schnell sicher nicht mehr!

Über den Autor:


gerald-bacher

Autorenname: Gerald Bacher
Position: Betreiber

Gerald Bacher informiert auf seinem Onlineportal für teure Wollsorten EdlerZwirn, über die edelsten und teuersten Garne der Welt. Bei EdlerZwirn findet man zahlreiche Informationen über Produkte, Hersteller und Pflege der exklusivsten Wollarten.
Facebook: https://www.facebook.com/edlerzwirn

 

 

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Posted by Ja Wolle & haekelmode.com on Samstag, 28. November 2015